| Students Business Club - Ein Interview |
| 3. AUSGABE // 14. September 2010 - Politics@HSG |
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Ein Gespräch mit dem Vorstand des SBC M. R. K. und D. B.
(Namen für den online Artikel anonymisiert)
Es ist einer dieser verregneten Dienstagabende. Herr von Burg, Frau von Rohr und meine Wenigkeit treffen uns zu Whiskey und Zigarre mit Herrn K. und Herrn B., um mehr über den Student's Business Club zu erfahren. Alles was fehlte, um diesen Abend perfekt werden zu lassen war für die einen Kamin und Bärenfell, für die anderen Koks und Nutten. Wir wollten eintauchen in die Welt vom SBC. Wie wir glauben, ist uns das gelungen.
Was ist der SBC und was sind die Vorteile gegenüber
Substituten?
«Wir führen Kamingespräche mit Persönlichkeiten aus
der Wirtschaft. Wir sitzen mit Ihnen im kleinen Kreis am
Tisch und unterhalten uns über das Leben, den Erfolg und
die Wirtschaft. Diese Intimität kann nur im kleinen Rahmen
von 10–15 Personen zu Stande kommen. Es ist eine
Art Kamingespräch, welche mit 300 Leuten nicht möglich
wäre. Dieser selektionierte Kreis wird durch diese Rahmenbedingungen
ernst genommen und es kann auf Fragen besser
eingegangen werden. Gleichzeitig finden diese Gespräche vor
Ort bei den Unternehmen statt. Gegebenenfalls werden auch
Case Studies erarbeitet. Uns ist es wichtig nicht nur ein Club
von Theoretikern zu sein, sondern wir wollen wirklich dort
sein wo die «Action» ist. Zudem umfasst ein Consulting Club
oder ein Banker’s Club nur eine Branche.Wir sind branchenübergreifend,
sprich Gastronomie, Industrie, Finanz, etc.»
Es drängt sich ein Vergleich zum Dialog Klub auf.
Welche Vorteile bietet der SBC?
«Es sind weniger die Vor- und Nachteile des SBC gegenüber
dem Dialog Klub. Vielmehr ist es ein komplett anderes Konzept.
Der Dialog Klub bietet hervorragende Veranstaltungen
für ein grösseres Publikum. Wir grenzen das Publikum
stark ein und bringen dadurch Kamingespräche im kleinen
Kreis zustande. Die Gespräche gewinnen so an Tiefe beziehungsweise
sind intimer. Die Unternehmer sind dadurch
viel offener und einfacher kennenzulernen. Es herrscht eine
Atmosphäre des Vertrauens, welche bei 100 Leuten einfach
nicht gegeben sein kann. Wir gehen zu den Persönlichkeiten,
besuchen sie Direkt am Arbeitsplatz. Wie bereits erwähnt,
nicht nur Gespräche sondern auch Taten und aktives Engagement.
Zudem suchen wir Studierende mit einer Passion
für den Corporate Spirit. UnsereMitglieder werden erst nach
Bestehen des Assessment-Jahres aufgenommen. Und zuletzt
wollen wir ein Netzwerk unter unseren Mitgliedern aufbauen,
um langfristig Erfolg zu generieren.»
Was genau ist der Grund, warum Manager sich die Zeit
nehmen sollten um mit Euch zu diskutieren?
«Aufgrund der bereits erwähnten kleinen Gruppe an ausgewählten
Studierenden bieten wir den Unternehmen Zugang
zu engagierten Studenten und Studentinnen an, den
sogenannten High Potentials. Mund-zu-Mund-Propaganda
ist nach den Treffen zudem nicht zu unterschätzen. Bei dem
Besuch eines Wirtschaftsprüfers kam es zu einer bezeichnenden Erfolgsstory. Der Event führte dazu, dass zwei unserer Mitglieder mit einer Festanstellung aus dem Unternehmen wieder rausgingen. Die Vorselektion scheint Früchte zu tragen.»Kommen wir doch genauer auf die Vorselektion der Studierenden zu sprechen. Wie ist Eure Vorgehensweise bei der Aufnahme neuer Mitglieder in den Club?
«Die Vorselektion garantiert den Pool an High Potentials. Genau das ist unsere USP für die Unternehmen.Dadurch haben wir strenge Aufnahmebedingungen. Die Anforderungen an den Studierenden sind aber kaum greifbar, wir sprechen hier von qualitativen Bedingungen. Klar sind Auslandserfahrung, guter Notenschnitt, Praxiserfahrung, extracurriculare Aktivitäten etc. von Bedeutung. Sie werden mehr oder weniger vorausgesetzt. Die Studierenden müssen bereit sein einen Schritt weiter zu gehen. Vollstes Commitment wird gefordert. Skills kann man lernen, aber wenn die Motivation und der Corporate Spirit fehlen, dann haben die Studenten in unserem Club nichts verloren Es ist
nicht einfach unsere Vision umzusetzen, dies geht nur mit Membern die zu 100% hinter der Idee stehen.»
Nehmen wir einmal an, die Studierenden an der HSG
sind Teil der Bildungselite. Folglich seid Ihr durch die
Selektion der High Potentials sozusagen die Elite der
Elite. Ist das korrekt?
«Durch Noten definieren reicht einfach nicht. Die Universität
St.Gallen züchtet ausgezeichnete Arbeitstierchen. Die
Elite definiert sich hier durch den Notenschnitt. Wir fahren
da auf einer anderen Schiene. Was zählt sind für uns der
Unternehmergeist. Etwas, was man hat, oder einfach nicht.
Wir suchen Leute die sich mit dem Club identifizieren. Man
darf z.B. nicht unbegründet einem Event fernbleiben. Sowas
wäre ein klarer Ausschlussgrund. Die Reputation des Clubs
ist unser Qualitätssiegel, ihre Glaubwürdigkeit. Wir dürfen
auf keinen Fall unseren Ruf gefährden.»
Also, Leute die nicht mitkommen können, aus schwerwiegenden
Gründen, erfahren über die Erkenntnisse
aus den Treffen mit den Unternehmern?
«Intern ja, extern nein. Wir sind keine Sekte, nicht falsch
verstehen, aber es ist nur fair für die Mitglieder des Clubs,
wenn sie auch einen Vorteil daraus haben, im Club zu sein.»
Welch elitärer Gedanke.«Wir sind keine Sozialisten Wir existieren nicht für die
Masse.»
So wie ich das verstanden habe, sind die Leute an der
HSG, weil sie Elite sein wollen. Ergo wollen alle in den
SBC, da er nochmals von der selbsternannten Elite
abschöpft. Wie seht Ihr das?
«Elite klingt so... prollig. Der SBC hat sich als Ziel gesetzt
hoch motivierte und an der Praxis interessierte Studenten der
Universität St.Gallen zusammen zu bringen und hierfür eine
Plattform zu bieten. Durch Unternehmensbesichtigungen
und Kamingespräche mit Persönlichkeiten aus internationaler
Wirtschaft und Politik soll den Mitglieder ermöglicht
werden, sich auf hohem Niveau auszutauschen und inspirieren
zu lassen. Ihr könnt es nennen wie Ihr wollt.»
Also, sagt jetzt mal ehrlich, wir drucken den Teil auch
nicht. Wieso masst Ihr Euch an, die Selektion der Studierenden
vornehmen zu können? Seid Ihr auf einer
Metaebene?
«Nein, nicht auf einer Metaebene, aber wir trauen uns zu die
Leute die die gleichen Prinzipien und gleiches Commitment
haben zu erkennen. Diese Eigenschaften können sich auf
verschiedene Arten manifestieren. Es sind nicht nur Noten.
Wir haben ein sehr individuelles Auswahlverfahren mit vielen
Kriterien. Persönliches wird aussen vor gelassen. Wir versuchen
es so fair wie möglich zu gestalten. Wenn z.B. ein Gremiumsmitglied
voreingenommen gegenüber einem potentiellen
Mitglied sein sollte, dann hat er auch kein Stimmrecht.
Vetternwirtschaft bekommt Ihr in anderen Vereinen. Wir sind
überzeugt einen guten Prozess etabliert zu haben, der Qualität
garantiert. Die Zeit wird zeigen, ob wir richtig liegen.»
Bevor wir nun zu Taten schreiten, welche diesen Kreis
niemals verlassen werden, möchtet Ihr unserer Leserschaft
noch etwas mitteilen?
«
An Taten haben wir noch einiges vor. Ganz im Sinne von Sir
Richard Branson freuen wir uns als neuer Vorstand diese anzupacken:
The brave may not live forever, but the cautious
may not live at all.
»
Vielen Dank, meine Herren, es war mir ein Vergnügen.
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